Fucking poet (published)

Obwohl ich schon immer schreibe, fing ich erst danach an, zu erzählen. Es gab vorher einfach nichts mitzuteilen. Ich hing ab in Cafés, die Beine übereinandergeschlagen, beobachtete die sog. Anderen, rauchte, beobachtete die Innerlichkeit, rauchte, protokollierte ins sog. Moleskine, süffelte Käffchen für 1 Euro die Tasse, „den schlechtesten Kaffee der Stadt“ übrigens. Das war vorher, in Weimar, wo ich aufgewachsen bin, was aber nichts zur Sache tut, außer dass dieses Weimar immer auch in meinen Texten mit drin ist, also irgendwie doch etwas ist, was erzählt werden muss, vorher aber nicht erzählt wurde. Danach in Berlin die Wut. In Berlin wurden wir gewalttätig, in Berlin passierten die Dinge, über die es sich zu schreiben lohnt.

Blog und Tweets, schließlich 2014 Fümnzwanzich. Roman, seitdem Ruhe im intellektuellen Karton.